Hochwasserschutz im Bottwartal

Umweltminister Franz Untersteller weiht neues Hochwasserrückhaltebecken in Oberstenfeld ein

„Das neue Rückhaltebecken ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu einem umfassenden Hochwasserschutz zwischen Steinheim an der Murr und Beilstein“

Mit rund 1,9 Millionen Euro hat Baden-Württemberg das Hochwasserrückhaltebecken Hasenbach gefördert, das Umweltminister Franz Untersteller heute eingeweiht hat. Das Becken in Oberstenfeld ist das dritte, das vom Zweckverband Hochwasserschutz Bottwartal gebaut wurde, drei weitere sollen bis 2022 folgen.

„Der Hochwasserschutz ist mir ein besonderes Anliegen“, erklärte der Umweltminister heute bei der Einweihung. „Wir dürfen die Gefahr durch Hochwasserereignisse nicht unterschätzen! Und wir tun gut daran, uns immer wieder an Hochwasserkatastrophen, wie die im Juni 2013, zu erinnern, um nicht nachzulassen bei unseren Anstrengungen, Mensch und Umwelt vor Schaden zu bewahren.“

Um den Hochwasserschutz für bestehende Siedlungen zu verbessern, investiert das Land für den Bau technischer Hochwasserschutzeinrichtungen jedes Jahr zwischen 60 und 70 Millionen Euro. Das werde auch in den kommenden Jahren so bleiben, versprach Untersteller. Technischer Hochwasserschutz im Verbund mit Maßnahmen der Hochwasservorsorge und des Flächenmanagements seien gute Instrumente, um Katastrophen zu verhindern oder zumindest deren Schäden zu minimieren. Auch da stehe das Land den Kommunen helfend zur Seite, zum Beispiel mit den Hochwasservorhersagen der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. Zudem stelle das Land Hochwassergefahrenkarten für rund 11.300 Kilometer Gewässer in Baden-Württemberg zur Verfügung und biete das Flutinformations- und Warnsystem (FLIWAS) an, welches die Kommunen im Hochwasserfall unterstützt.

„Die Fertigstellung des bereits dritten Hochwasserrückhaltebeckens des Zweckverbandes Hochwasserschutz Bottwartal zeigt, dass dessen Mitglieder ein Gefahrenbewusstsein entwickelt haben und das Risiko mindern wollen. Das kostet auch viel Geld, aber der Schutz vor einem so genannten HQ100, einem hundertjährlichen Hochwasser, ist die Investitionen wert.“ Die Umsetzung des Hochwasserkonzeptes durch die Verbandskommunen sei auf alle Fälle vorbildlich, so Umweltminister Franz Untersteller.

Ergänzende Informationen:

Dem 2005 gegründeten Zweckverband Hochwasserschutz Bottwartal gehören die Gemeinden Beilstein, Großbottwar, Oberstenfeld und Steinheim an der Murr an.

Die Hochwasserschutzkonzeption des Zweckverbands sieht den Bau von sechs Hochwasserrückhaltebecken an der Bottwar und deren Seitengewässern vor. Ergänzend hierzu sind Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Gewässer in den Ortslagen vorgesehen. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts voraussichtlich etwa 18 Millionen Euro kosten, von denen das Land rund 12,5 Millionen Euro (70 Prozent) übernehmen wird. Bisher wurden in Großbottwar das Hochwasserrückhaltebecken Stockbrunnen an der Kleinen Bottwar und das Becken Hoftal fertig gestellt (Fördersumme 4,25 Millionen Euro).

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