„Heumilch“-Produkte sind in Deutschland und Österreich ein Verkaufsschlager

Die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) wollen nun ebenfalls Produkte aus „Heumilch“ lancieren.
Heumilch“-Produkte sind in Deutschland und Österreich ein Verkaufsschlager

Heumilch“-Produkte sind in Deutschland und Österreich ein Verkaufsschlager

Weil der Absatz von Emmentaler- und Sbrinz-Käse harzt, müssen die Käser die Produktion drosseln. Die Folge: Die überschüssige silofreie Milch, die nicht zu Emmentaler oder Sbrinz verarbeitet werden kann, muss im Industriekanal verwertet werden. Für die Milchbauern ist das mit Einbussen verbunden, denn für Industriemilch werden tiefere Preise bezahlt.

Dadurch werde Wertschöpfung vernichtet, beklagen die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP) in ihrem neusten Newsletter. Die Genossenschaft, der über 3‘500 Milchbauern angehören, hat deshalb Kontakt mit den Organisationen „Heumilch Thurgau“ und der Arbeitsgemeinschaft Heumilch Österreich aufgenommen. Letztere verkauft unter dem „Heumilch“-Label Produkte aus silofreier Milch – mit jährlich steigenden Absatzzahlen.

Ziel sei es, in der Schweiz eine Untersektion der Arbeitsgemeinschaft Heumilch zu gründen, wird ZMP-Geschäftsführer Pirmin Furrer im „Schweizer Bauer“ zitiert. Verwendet werden soll das Heumilch-Logo vor allem auf Käsen, die exportiert werden. Das Wort „Heumilch“ sei für Konsumenten verständlicher als der Ausdruck „silofrei“.

Vor rund zehn Jahren haben in Österreich Bauern und Verarbeiter das Label „Heumilch“ ins Leben gerufen. Das Label sollte eine Differenzierung gegenüber anderen Milchprodukten ermöglichen, um eine höhere Wertschöpfung zu erzielen. Heumilch wird als „natürlichste Form der Milcherzeugung“ angepriesen. Kühe fressen vor allem Gras und Heu. Der Raufutteranteil muss mindestens 75 Prozent betragen. Das Verfüttern von Silage ist verboten. Heumilch hat sich damit in einer Nische positioniert. Lediglich drei Prozent der Milch, die in der EU produziert wird, entsprechen den Heumilch-Standards. Den Heumilch-Bauern werden die Mehrleistungen mit höheren Milchpreisen abgegolten. Der Zuschlag hat sich seit 2009 auf 5 Cent verfünffacht. Bei den Konsumenten kommt Heumilch an. Der Absatz konnte seit 2009 um 115% auf letztjährig 40’000 Tonnen gesteigert werden.

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